Banken legen Bilanzen vor: Deutsche Bank zurück an Europas Spitze

Bildquelle: welt.de

Die Deutsche Bank ist wieder die größte Geschäftsbank Europas. Dies berichtet die Nachrichtenagentur “Bloomberg”. Demnach konnte die größte Privatbank der Bundesrepublik ihre Bilanzsumme im Jahr 2011 um 14 Prozent auf nunmehr 2,16 Billionen Euro erhöhen. Das letzte Jahr unter der Leitung von Josef Ackermann wurde somit zu einem der erfolgreichsten Jahre für die Deutsche Bank überhaupt. Der Schweizer hatte 2006 das Ruder in Frankfurt übernommen, seitdem ist die Bilanzsumme des Hauses um rund 40 Prozent gestiegen. Den Titel der größten Geschäftsbank Europas konnte sich die Deutsche Bank zuletzt vor fünf Jahren sichern.

Auch Kreditanstalt für Wiederaufbau überzeugt

Die zweiterfolgreichste deutsche Bank im vergangenen Jahr war etwas überraschend die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die vor allem für ihre Bildungskredite bekannt ist. Das Haus fuhr einen Gewinn in Höhe von 2,1 Milliarden Euro ein. Dieser Wert war zwar um 500 Millionen Euro schwächer als noch 2010 (dem bisherigen Rekordjahr der KfW), doch reichte es insgesamt dennoch, um hinter der Deutschen Bank zum zweit profitabelsten Geldhaus der Bundesrepublik zu werden. Für 2012 geht die KfW allerdings von einer “Normalisierung” des Ergebnisses aus, da sie in den vergangenen beiden Jahren durch die gute Konjunktur und die günstigen Refinanzierungsbedingungen getragen worden sei.

Sorgen bei der HypoVereinsbank und der Postbank

Deutlich verhaltener ist die Stimmung dagegen bei der HypoVereinsbank, deren Gewinn im vergangenen Jahr lediglich 971 Millionen Euro betrug. Er blieb damit 44 Prozent unter dem Ergebnis von 2010. Verantwortlich ist nach Aussage des Bankenvorstands die Schuldenkrise. Die HypoVereinsbank musste ihren italienischen Mutterkonzern UniCredit stützen. Rund eine Milliarde Euro flossen so von Deutschland nach Mailand.

Keine guten Zahlen musste auch die Postbank präsentieren. Die Tochter der Deutschen Bank machte gerade noch einen Gewinn in Höhe von 111 Millionen Euro. Eine der Konsequenzen aus diesem schwachen Abschneiden ist, dass die Deutsche Bank ihre andere Tochter, die Norisbank, die praktisch das gleiche Klientel wie die Postbank bedient, zur reinen Direktbank degradiert und ihre Filialen schließt.

Autor: Andreas Szalay
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