Bernanke drückt den Euro – Immer mehr Italiener leben in Armut

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Ben BernankeDer US-Dollar befindet sich auf einem Höhenflug. Ein Euro war am gestrigen Mittwoch zum New Yorker Handelsschluss 1,2860 Dollar wert. Die amerikanische Währung befindet sich damit auf einem Drei-Jahres-Hoch. Befeuert wurde der Höhenflug des Dollars durch Äußerungen des amerikanischen Notenbank-Chefs Ben Bernanke. Dieser erklärte, er halte es für möglich, dass die FED in diesem Jahr die Anleihenkäufe drosseln werde, sollte es Anzeichen für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum geben. Zugleich erklärte ein namentlich nicht bekannter Händler aus den USA gegenüber CNN, dass in Amerika auch hinter verschlossenen Türen über eine strengere Geldpolitik als bisher diskutiert werde.

Immer mehr Italiener in Armut

In Europa ist das genaue Gegenteil der Fall. Hier hatte die EZB die Geldpolitik zuletzt immer weiter gelockert und es ist nicht unwahrscheinlich, dass diesbezüglich noch nicht einmal das Ende des Weges erreicht sein könnte, denn die Krise nimmt in den südeuropäischen Ländern immer krassere Formen an. Dies zeigen die jüngsten Zahlen aus Italien. Dort leben immer mehr Menschen in Armut, wie die italienische Statistikbehörde mitteilte.

Demnach befinden sich 8,6 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Dies sind 14,6 Prozent der Gesamtbevölkerung und doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren. Auch die Mittelschicht sei dramatisch geschrumpft, so die Statistiker. 20 Prozent der Italiener können es sich nicht mehr leisten, ihre Wohnung angemessen zu heizen. 17 Prozent der Bevölkerung sind nicht mehr in der Lage, sich regelmäßig Fleisch zu kaufen.

Italien seit 2011 in der Rezession

Der Stiefelstaat befindet sich seit 2011 in der Rezession. Das Land erhält keine Hilfe aus einem der europäischen Rettungsfonds, sondern versucht durch eigene Konsolidierungsmaßnahmen der Schuldenspirale zu entkommen. Durch diese ist die Situation für viele Menschen jedoch immer ernster geworden. 40 Prozent der Jugendlichen haben keinen Job. Im Süden des Landes, der traditionell ärmer ist, sind es sogar 50 Prozent.

Autor: Michael Salour
Bildquelle: wikimedia.org / United States Federal Reserve
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