Italien, Spanien und Zypern: Sorgen vor der Rückkehr der Eurokrise

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Kehrt die Eurokrise zurück?Die Eurokrise, die in den vergangenen Wochen und Monaten immer schwächer geworden zu sein schien, könnte bald mit Macht auf die internationale Tagesordnung zurückkehren. Mit Italien, Spanien und Zypern stehen gleich drei Mitglieder der Gemeinschaftswährung vor einem Wendepunkt. Und bisher hat die europäische Politik noch kein passendes Rezept gefunden, um den Staaten zu helfen bzw. den völlig neuen Bedrohungslagen entgegen zu treten.

Italien: Berlusconis Comeback verbreitet Angst

In Italien wird am Wochenende gewählt. In den letzten Umfragen holte der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi nach einem fulminanten Wahlkampf immer weiter auf. Momentan ist die Lage unklar, da es im Stiefelstaat in der Woche vor der Wahl verboten ist, Umfragen zu veröffentlichen. Gewinnt Berlusconi, so hat er angekündigt, Italien aus dem Euro herausführen zu wollen. Er könne sich eine Zukunft seines Heimatlandes außerhalb der Währungsgemeinschaft sehr gut vorstellen, ließ der Medienmogul immer wieder wissen.

Zypern: Rettungspaket ja oder nein?

Im März möchte sich die Währungsgemeinschaft auch darauf verständigen, ob es ein Rettungspaket für Zypern geben soll. Die geteilte Insel leidet unter einem maroden Bankensystem, indem allerdings reichlich russisches Schwarzgeld lagert. Bekommt Zypern keine Hilfen, so scheint der Staatsbankrott unausweichlich. In der EU befürchtet man eine Ansteckung Griechenlands, sollte Zypern fallen und aus dem Euro ausscheiden müssen.

Spanien: Immobilienpleite wird zum Problem

Der größte Sprengstoff, der vermutlich auch hochgehen wird, lauert allerdings in Spanien. Dort steuert der Immobiliengigant Reyal-Urbis auf eine Megapleite zu. Das Unternehmen ist allein in Spanien mit 3,6 Milliarden Euro bei den ohnehin schon angeschlagenen Banken verschuldet. Der spanische Staat ist nicht mehr in der Lage, den Konzern aus eigener Kraft zu retten. Zudem steht Reyal-Urbis offenbar auch bei einigen deutschen Banken tief in der Kreide. Im Notfall müsse der ESM und damit der Steuerzahler helfen, hieß es bereits in einigen spanischen Wirtschaftszeitungen.

Autor: Oliver Böhm
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