Deutsche Bank verdient an Euro-Rettung mit – EZB mit neuer Führung

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Die Euro-Rettung zahlt sich für die Deutsche Bank finanziell aus. Wie der “Spiegel” berichtet, ist die Bank einer der Ratgeber des Euro-Rettungsfonds EFSF. Das deutsche Finanzinstitut gibt demnach gemeinsam mit der französischen Société Générale und der schweizerischen Credit Suisse Ratschläge, wie man Anleihen am besten bei Anlegern platzieren kann. Im Gegenzug erhält die Deutsche Bank für ihre Dienste Gebühren. Welche Summe dem EFSF die Ratschläge aus Frankfurt wert sind, ist nicht bekannt. Aber offenbar schätzen die Verantwortlichen des Rettungsfonds die Hinweise der Deutschen Bank, denn das Finanzinstitut diente schon in der Vergangenheit als Ratgeber.

Belgier wird Chefvolkswirt der EZB

Während die größte deutsche Privatbank auf europäischer Ebene ein neues Geschäftsfeld gefunden hat, meldet die EZB eine Enttäuschung für die Bundesregierung. Die Führung der Notenbank hat sich dazu entschieden, den Belgier Peter Praet auf den Posten des zurückgetretenen Jürgen Stark zu berufen und den von Deutschland favorisierten Jörg Asmussen lediglich zum Beauftragten für internationale Zusammenarbeit zu befördern.

Es ist das erste Mal in der Geschichte der Zentralbank, dass kein Deutscher den Posten als Chefvolkswirt bekleidet. Asmussen ist dennoch zufrieden. Den größten Teil der Außenbeziehungen der Notenbank zu steuern, sei eine ehrenvolle und wichtige Aufgabe, betonte der ehemalige Finanzstaatssekretär.

Deutsche Wirtschaft fürchtet nur den Euro

Während Asmussen und Praet die Aufgabe zufällt, dabei zu helfen, den Euro aus der Krise zu führen, muss sich der Deutsche zumindest keine Sorgen um die Wirtschaft seines Heimatlandes machen. Laut dem Institut für Deutsche Wirtschaftsforschung (DIW) wird die Bundesrepublik auch im Jahr 2012 wachsen. Zu Beginn des Jahres werde man eine kleine Delle erleben, so die Experten, die in der zweiten Jahreshälfte allerdings durch Aufholwachstum ausgeglichen werde.

Insgesamt werde das BIP um 0,6 Prozent (nach 3,0 Prozent in 2011) zunehmen. 2013 könne man sogar ein Wachstum von 2,2 Prozent erwarten. Bedingung sei, dass sich die Euro-Krise nicht fortsetze, denn diese könne wirklich zu einer Abwärtsspirale des Wachstums führen.

Autor: Thomas Krafft
Bildquelle: fnp.de
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