Börsen auf Sturzflug – US-Arbeitsmarktzahlen verhindern das Schlimmste

Bildquelle: welt.de

Weltweit haben die Börsen auch zum Wochenausklang weiter dramatisch an Wert verloren und befinden sich auf einem Sturzflug, wie ihn die Finanzmärkte seit dem 11. September nicht mehr erlebt haben. Allein der DAX an der Frankfurter Börse verlor in den vergangenen acht Tagen mehr als 1.000 Zähler und verbuchte damit innerhalb von nur einer Woche ein Minus von 14 Prozent. Auf der ganzen Welt verloren die Wertpapiere im gleichen Zeitraum insgesamt fünf Billionen Euro an Wert. Diese Summe entspricht beispielsweise der gesamten Jahreswirtschaftsleistung Japans.

Panikstimmung unter den Anlegern – Barroso legt Feuer in Europa

Die Broker auf den wichtigsten Finanzplätzen der Welt berichten, es habe schon seit Wochen keinen normalen Tag mehr auf dem Börsenparkett gegeben. Anfangs seien die Anleger aufgrund der weltweiten Schuldenkrise nur verunsichert gewesen, inzwischen herrsche Panikstimmung. Dazu habe in Europa EU-Kommissionschef Manuel Barroso maßgeblich beigetragen, der in einer schriftlichen Erklärung, die mittlerweile als “Brandbrief” bezeichnet wird, eine Aufstockung des EU-Krisenfonds EFSF gefordert hatte, der momentan mit 440 Milliarden Euro gefüllt ist. Sofort kamen Ängste auf, die grassierende Euro-Krise könne sich weiter ausweiten.

US-Arbeitsmarktszahlen verhindern “schwarzen Freitag”

Vor diesem Hintergrund befürchteten die Experten, der letzte Tag der Arbeitswoche könne sich zu einem “schwarzen Freitag” für die Börsen entwickeln. Diese Ängste schienen wahr zu werden. Der DAX rutschte zu Handelsbeginn vier Prozent ab. Erst die Arbeitsmarktdaten aus den USA konnten das Schlimmste verhindern. Entgegen der Erwartungen, die mit einem Anstieg der Erwerbslosen gerechnet hatten, sank die Quote der amerikanischen Arbeitslosen leicht von 9,2 auf 9,1 Prozent. Als Reaktion drehten DAX und Dow Jones sogar kurzzeitig ins Plus, verloren diese Gewinne jedoch wieder.

Hoffnungen auf US-Sparpaket

An den Börsen wünscht man sich, dass nach den Tagen des Chaos Ruhe in die Märkte einkehren möge. Die Hoffnungen richten sich dabei insbesondere auf Nordamerika, wo die Finanzmärkte nach der zu Wochenbeginn erfolgreich abgewendeten Staatspleite in den Alltag zurückfinden müssen.

Autor: Andreas Szalay
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