Deutsche Bank: Mitschuld am LIBOR-Skandal und neuer Ärger in Dubai

Bildquelle: Yong Hian Lim - Fotolia.com

Die Deutsche Bank trägt eine Mitschuld im LIBOR-SkandalDie Deutsche Bank hat derzeit gleich an zwei Fronten mit juristischen Problemen zu kämpfen. Vor allem die schmerzliche Niederlage, die das Geldhaus vor dem Arbeitsgericht Frankfurt erlitten hat, könnte Folgen haben. Dort bekam das Finanzinstitut eine Mitschuld bei der Manipulation der wichtigen Zinssätze LIBOR und EURIBOR. Zeitgleich kassierten die Richter einige Kündigungen gegen Zinshändler, welche die Deutsche Bank ausgesprochen hatte. Dies ist für das Geldhaus deshalb so problematisch, weil es die eigene Entlastungsstrategie, die darauf ausgerichtet war, einigen wenigen Händlern die Schuld zu geben, ins Wanken bringt.

Deutsche Bank geht in Berufung

Aus diesem Grund geht die Deutsche Bank auch gegen das Urteil vor. Laut “Handelsblatt” hat das Finanzinstitut vor dem Landesarbeitsgericht Hessen Berufung eingelegt. Bis es hier zu einem Urteil kommt, wird allerdings noch einige Zeit ins Land gehen. Experten rechnen frühestens im Sommer 2014 damit, dass die höhere Instanz zu einer Entscheidung kommt. Der unterlegenen Partei steht es dabei frei, auch noch vor das Bundesarbeitsgericht zu ziehen.

Deutsche Bank auch in Dubai verklagt

Die juristischen Schwierigkeiten des größten privatgeführten Geldhauses der Bundesrepublik beschränken sich allerdings nicht nur auf Deutschland. Auch auf der arabischen Halbinsel droht den Bankern Ungemach. Eine Aufsichtsbehörde des Emirats Dubai hat Anklage gegen das Finanzinstitut erhoben: Der Vorwurf lautet, dass die Deutsche Bank vermögende Kunden nicht ausreichend bezüglich einer möglichen Geldwäsche überprüft habe. Wie die “Welt” berichtet, laufen die Untersuchungen der Aufsichtsbehörden des kleinen Emirats bereits seit Ende des vergangenen Jahres. Offenbar sind sich die Ermittler inzwischen sicher, ausreichend Beweise gegen das deutsche Geldhaus zusammengetragen zu haben.

Die Deutsche Bank hat allerdings mit der Flut der Rechtsstreitigkeiten, die sie derzeit zu bestehen hat, gerechnet. In den vergangenen Monaten bildete sie deshalb immer größere Rückstellungen. Inzwischen liegen vier Milliarden Euro bereit, um dafür eingesetzt zu werden, vor Gericht bestehen zu können.

Autor: Andreas Szalay
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