EZB kündigt Stresstest für 128 europäische Banken an

Bildquelle: © Thomas Jansa - Fotolia.com

24 deutsche Banken sollen 2014 einem Stresstest unterzogen werdenDie Europäische Zentralbank (EZB) wird in den kommenden zwölf Monaten insgesamt 128 Banken aus 18 Ländern der EU einem Stresstest unterziehen. Mit diesem möchte die Notenbank herausfinden, wie es um die Überlebensfähigkeit der Finanzinstitute bestellt ist. Bislang sind nur wenige Details des “Banken-TÜVs” bekannt. Nach außen gedrungen ist bisher lediglich, dass die Geldhäuser ein Eigenkapitalpolster von acht Prozent vorweisen müssen. Die Märkte verzeichneten nach der Bekanntgabe dieses Werts Verluste, hatten sie doch mit weniger gerechnet. Die Ratingagentur Standard & Poor’s drückte es so aus: Die 50 größten Finanzinstitute der Union hätten Refinanzierungsprobleme, was Risiken berge.

24 Banken aus Deutschland werden getestet

Aus der Bundesrepublik werden sich insgesamt 24 Bankhäuser dem Stresstest unterziehen müssen. Von Beginn an war klar, dass die Deutsche Bank und die Commerzbank auf der Liste stehen würden. Etwas überraschend fand sich aber auch die Ipex-Bank unter den Geldhäusern wieder, die von der EZB auf Herz und Nieren geprüft werden. Die Tochter der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gehört nicht zu den Finanzinstituten, die ab 2014 unter die neue europäische Bankenkontrolle fallen werden.

Stresstest soll europäische Bankenaufsicht vorbereiten

Eben hierzu dient der Stresstest der EZB jedoch: Die Zentralbank möchte mit der Prüfung der Überlebensfähigkeit die Übernahme der europäischen Bankenaufsicht vorbereiten, die vermutlich im November 2014 erfolgen soll. Hierfür sei die Art von “Transparenz” nötig, die man nur durch einen Stresstest erreiche, so die EZB.

Die deutschen Geldhäuser müssen sich keine großen Sorgen machen, glaubt die hiesige Finanzaufsicht. Bafin-Chefin Elke König erklärte, sie sei der Überzeugung, dass es nach dem Stresstest keinen “großen Kapitalbedarf” der Banken aus der Bundesrepublik geben werde. Auch in Österreich ist man optimistisch. Die Prüfung werde zeigen, dass es keinen “großen Anpassungsbedarf” gebe, zitiert die “Süddeutsche Zeitung” den dortigen Chefaufseher Helmut Ettl.

Autor: Wolfgang Brunner
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