Deutsche Bank-Chef Fitschen verteidigt seine Kritik an Razzia

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Deutsche BankJürgen Fitschen verteidigt sein Verhalten nach der Razzia der beiden Türme der Deutschen Bank in Frankfurt Mitte Dezember. Der Chef des größten privaten Geldhauses der Bundesrepublik hatte anschließend zum Telefon gegriffen und Hessens Ministerpräsidenten Volker Bouffier angerufen, um seinen Unmut über die Aktion zu äußern. Anschließend waren die Wellen der Empörung so hoch geschlagen, dass sich Fitschen öffentlich entschuldigen musste. Nicht aus dem vollen Herzen, wie der Banker jetzt noch einmal betont: Er bedauere den Anruf noch immer nicht, so der Vorstandschef, denn die Aktion, bei der 500 Beamte beteiligt waren, sei überzogen gewesen. Es tue ihm lediglich leid, dass der Eindruck entstanden sei, er selbst und die Deutsche Bank würden sich über das Recht stellen.

Geschäftsschädigende Aktion

Fitschen erklärte seinen Zorn über die Razzia mit dem Verweis, dass diese geschäftsschädigend gewesen sei. Nicht nur die Deutsche Bank habe darunter gelitten, sondern der gesamte Finanzplatz Frankfurt, ist der Banker sicher, der sich den Vorsitz seines Geldhauses seit Sommer 2012 mit Anshu Jain teilt.

Bei der Razzia wurden auch die Büros von Fitschen selbst durchsucht, denn ihm wird vorgeworfen, im Jahr 2009 persönlich an einem nicht erlaubten Zertifikat-Handel über CO2-Emissionen beteiligt gewesen zu sein. Diesbezüglich ist sich der Chef der Deutschen Bank keiner Schuld bewusst. Er sei sicher, dass er “nicht nur Recht” habe, sondern “auch Recht bekommen” werde, so Fitschen.

Kulturwandel bei der Deutschen Bank soll weitergehen

Ursprünglich waren Jain und Fitschen mit dem Versprechen angetreten, einen Kulturwandel bei der Deutschen Bank durchzuführen. Gewisse “schmutzige Geschäfte”, wie beispielsweise mit den Zertifikaten oder auch mit Waffenhandel sollte es nicht länger geben. Er werde weiterhin alles in seiner Macht stehende tun, um diesen Wandel fortzusetzen, erklärt Fitschen. Man habe einen Plan, den man durchziehen werde. Man habe auch keine Angst davor, in manchen Quartalen schmerzhafte Nachrichten zu vermelden.

Autor: Michael Salour
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