Lendico: Peer to Peer-Plattform vergibt jetzt auch Kredite an Selbständige

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Die P2P-Plattform Lendico vergibt jetzt auch Kredite an SelbständigeSelbständigen fällt es traditionell schwer, von Banken Kredite zwischen 1.000 und 50.000 Euro (höhere Darlehen werden kaum nachgefragt) zu erhalten. Für die Betroffenen bietet sich jetzt eine Alternative: Die Kredit-Vermittlungsplattform Lendico hat angekündigt, sich in dieser Frage zu öffnen. Bislang konnten die Freiberufler auch hier derartige Darlehen nicht erhalten. Dies wird sich in Zukunft ändern. Die Macher der Plattform setzen darauf, dass das Vertrauen von Kleinanlegern in Selbständige größer ist, als das der Banken.

Peer-to-Peer: So funktioniert Lendico

Lendico ist eine sogenannte “Peer-to-Peer” (P2P)-Plattform. Dies bedeutet, hier werden Personen, die Kredite vergeben möchten und diejenigen, die ein solches Darlehen benötigen, zusammengeführt. Lendico selbst tritt dabei ausschließlich als Vermittler auf und lässt sich seinen Service in Form einer “einmaligen Gebühr” bezahlen. Diese fällt dem Kreditnehmer zu Lasten. Wer Geld geben möchte, muss nicht damit rechnen, hierfür zusätzlich Gebühren bezahlen zu müssen.

Die Konditionen der Selbständigen-Kredite

Lendico wirbt nicht nur damit, dass Selbständige sowie Freiberufler künftig Darlehen erhalten können, sondern ebenfalls mit dem Satz, dass diese “günstig” seien. Als Beispiel hat die Plattform die Konditionen für einen Kredit in Höhe von 9.000 Euro mit einer Laufzeit von vier Jahren veröffentlicht. Der effektive Jahreszins liegt bei einem solchen Angebot bei 8,89 Prozent. Die Höhe des gebundenen Sollzinssatzes (also die tatsächliche Zinsbelastung, der Überhang wird für die Bearbeitung des Kredits fällig) beträgt 7,22 Prozent. Hinzu kommt die “einmalige Gebühr von 2,5 Prozent”, deren tatsächliche Höhe über den Netto-Kreditbetrag ermittelt wird.

Lendico erklärt in diesem Zusammenhang, dass die Plattform nicht dafür haftet, sollte die Rückzahlung eines Darlehens ausfallen. Man werde zwar ein Inkasso-Büro mit dem Eintreiben der Gelder beauftragen – im schlimmsten Fall könnten die Anleger jedoch ihren gesamten Einsatz verlieren.

Autor: Michael Salour
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