Generalprobe geglückt – Banken bestehen unfreiwilligen Live-Stress-Test

Bildquelle: n24.de

Die seit 2 Jahren weltweit grassierende Finanzmarktkrise hat das Vertrauen in Banken und Kreditinstitute erschüttert. Für einen ununterbrochenen globalen Geldfluss allerdings ist eben jenes verloren gegangene Vertrauen eine wichtige Grundvoraussetzung. Eine Maßnahme, diesem Vertrauensschwund entgegenzuwirken sind die von der Europäischen Zentralbank initiierten Stresstests. Dabei handelt es sich um Belastungsproben für die Kapitalausstattung der Banken.

Ergebnisse der Stresstests liegen Ende Juli vor

Bevor die Ergebnisse Ende Juli veröffentlicht werden, ergab die Veröffentlichung der jüngsten Daten aus der europäischen Finanzzentrale, dass deutlich weniger Banken als ursprünglich erwartet einen akuten Kapitalbedarf haben. Branchenweit wurde diese Nachricht mit Erleichterung aufgenommen und als Zeichen für ein endgültiges Ende der Finanzkrise gedeutet. Ralf Grönemeyer, einer der Chefstrategen bei der Agentur Silvia Quandt Research, erläutert: „Der geringe Liquiditätsbedarf der Kreditinstitute zeigt, dass es den Banken besser geht als vielfach angenommen.“

Banken müssen fast eine halbe Billion zurückzahlen

Insgesamt 171 Banken aus der gesamten Eurozone hatten bis Mitte dieser Woche das Angebot der EZB angenommen und sich mit Geld der europäischen Währungshüter eingedeckt. Insgesamt beliefen sich die vergebenen Kredite auf 132 Milliarden Euro. Analysten hatten mehr als das Doppelte erwartet. Am heutigen Donnerstag geht der Krimi um den Finanzsektor Europa in die nächste Runde. Über 1000 europäische Banken müssen bis zum 1. Juli 2010 insgesamt 442 Milliarden Euro an Krediten zurückzahlen, die ihnen die EZB im vergangenen Juni gewährt hatte.

Autor: Ralf Schmidl
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