Lohnt sich Zinshopping?

Mit dem Begriff Zinshopping beschreibt man das Ausnutzen von unterschiedlichen Sonderaktionen in Bezug auf Tagesgeldkonten von Banken, die kurzfristig für Neukunden hohe Zinssätze für einen meist festgelegten Zeitraum bieten. Damit werben die Banken gezielt Neukunden. Für die Anleger ist das Zinshopping in der Regel recht einfach, da das Eröffnen, Wechseln und auch Kündigen von Tagesgeldkonten ziemlich einfach ist und schnell umgesetzt werden kann.

Um Zinshopping sinnvoll durchführen zu können, sollten Sie die aktuellen Konditionen aller Banken miteinander vergleichen, um entscheiden zu können, ob sich ein kurzfristiger Wechsel zu einer anderen Bank überhaupt lohnt.

Grundsätzlich lohnt sich das Zinshopping rechnerisch aber meist nicht so deutlich, wie man meinen könnte. Grund dafür sind die zum Beispiel unterschiedliche Laufzeiten der Banken für die höheren Einsteiger- oder Neukundenzinssätze. Gilt bei einer Bank ein Zeitraum von 6 Monaten, kann es bei einer anderen Bank ein Zeitraum von nur 100 Tagen sein, an dem höhere Zinsen ausgeschüttet werden. Zudem wird bei jedem Wechsel und Transfer des Geldes auf ein neues Tagesgeldkonto das Geld für ein paar Tage (meist zwischen 3-4 Tagen) gar nicht verzinst. Rechnet man noch den hohen Zeitaufwand hinzu, der für die Recherche und das Verwalten der unterschiedlichen Tagesgeldkonten hinzukommt, lohnt sich der Gesamtgewinn vergleichsweise kaum, da er meist eher minimal ausfällt.

Erst ab sehr hohen Anlagebeträgen von deutlich mehr als 20.000 Euro kann Zinshopping eine Alternative sein, um die Gesamtrendite zu steigern.

Für Anleger von kleinere Kapitalbeträgen ist es sinnvoller, jährlich zu prüfen, ob vielleicht ein Wechsel zu einer anderen Bank mehr Rendite einbringen könnte und das Geld dann auch hier wieder für ein Jahr anzulegen.

Autor: admin
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