Diebstahl von sensiblen Daten: Hacker erpressen Kunden der Liechtensteiner Valartis-Bank

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Kunden der Liechtensteiner Valartis-Bank werden erpresstDie Liechtensteiner Valartis-Bank steht im Zentrum eines handfesten Skandals: Hacker verschafften sich laut “Bild” Zugang zu sensiblen Kundendaten. Anschließend schrieben die Kriminellen die jeweiligen Kunden an, um sie zu erpressen. Sie sollten auf zehn Prozent ihres Guthabens verzichten, ansonsten werde man die erbeuteten Informationen an die Finanzbehörden und die Medien übermitteln.

Hacker verlangen Bitcoins

Dass der Hack tatsächlich stattgefunden hat, steht außer Zweifel. Das Geldhaus selbst hat jenen inzwischen eingeräumt. Bank-Boss Andreas Insam erklärte, man sei Opfer einer entsprechenden Attacke geworden und habe die Behörden eingeschaltet. Die Ermittlungen liefen. Insofern ist davon auszugehen, dass auch der Rest des Berichts zutreffend ist.

Demnach fanden die Bankkunden E-Mails mit der Erpressungsbotschaft in ihren Postfächern vor. Die Kriminellen verlangen in jenen eine Überweisung von zehn Prozent des Guthabens in der Internet-Krypto-Währung Bitcoin. Dies erscheint schlüssig: Eine entsprechende Überweisung ist endgültig und über das Deep Web nicht nachzuvollziehen. Zudem gibt es inzwischen einen regen Spekulationshandel mit den Bitcoins – diese können entsprechend leicht überall auf der Welt unauffällig in Echt-Geld konvertiert werden.

Valartis-Bank: Übernahme durch chinesischen Investor

Die Valartis-Bank galt lange als eines der sichersten und verschwiegensten Finanzinstitute auf dem Planeten – weshalb die Hacker sich wohl auch dieses Geldhaus als Ziel auserkoren haben dürften. In diesem Jahr war das Geldhaus allerdings schon einige Male in den Schlagzeilen. Möglicherweise spielt der Besitzerwechsel eine Rolle: Das Finanzinstitut ist Anfang 2016 vom chinesischen Investor Wok Lung Hon über die Firma “Citychamp Watch & Jewellery Group” übernommen worden. Seitdem sind die Valartis-Bank und die Valartis Gruppe, die früher für die Sicherheit garantierte, faktisch getrennt.

Autor: Michael Böhm
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