Bankirrtum: Australierin Sue Lamb wird Millionärin und endet in Schulden

Bildquelle: © K.-U. Häßler - Fotolia.com

Der Geldregen war für Sue Lamb nur von kurzer DauerWohl die meisten Menschen kennen den berühmten Satz “Bankirrtum zu Ihren Gunsten” aus dem Gesellschaftsspiel Monopoly. Was hier ein freudiges Ereignis ist, kann in der Realität zu purem Horror werden. Dies beweist die verrückte Geschichte der Australiern Sue Lamb, die scheinbar über Nacht Millionärin wurde, fand sie doch zehn Millionen Dollar auf ihrem Konto.

Lamb wollte das Geld nicht – Presse musste helfen

Lamb, der schwante, dass der eigentliche Besitzer der Millionen diese wohl wiederhaben wollte, wandte sich an die Bank und bat um eine Rückbuchung. Das Geldhaus weigerte sich. Die zehn Millionen gehörten jetzt ihr, ließ die Bank die Australierin wissen. Diese gab sich damit allerdings nicht zufrieden, sondern wandte sich an die Presse, um Druck auf die Bank auszuüben, das Geld wieder zurückzunehmen. Nachdem die Geschichte der ehrlichen Begünstigten öffentlich wurde, agierte das Finanzinstitut ganz wie gewünscht – und buchte die zehn Millionen Dollar zurück.

Vom Geldsegen in den Dispo

Die Geschichte hätte an dieser Stelle zu Ende sein können, doch die Bank von Lamb hatte andere Pläne: Wieder aus unerklärlichen Gründen war die Australierin auf einmal über Nacht hoch verschuldet. Ihr Minus betrage plötzlich 7.500 Dollar, schilderte die Betroffene im Gespräch mit der Presse ihres Heimatlandes. Dabei habe sich das Konto vor Beginn des Bankirrtum-Wahnsinns lediglich mit 900 Dollar im Dispo befunden.

Versuche, den neuerlichen Fehler aufzuklären, seien gescheitert, so Lamb weiter. Ihre Bank reagiere inzwischen nicht einmal mehr auf ihre Anrufe. Es sei “einfach widerlich”, wie das Geldhaus mit einem Menschen umgehe. Lamb hofft nun, dass wieder die Presse helfen kann. Sollte dies klappen, wäre ein Wechsel der Bank möglicherweise eine Überlegung wert.

Autor: Wolfgang Brunner
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