Das Ende der einfachen Kontonummern

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Bisher galten 8-stellige Kontonummern als das Höchste der Gefühle. Länger waren sie in der Regel nicht, bei einigen Konten sogar deutlich kürzer. Das wird sich nach dem Willen der EU in naher Zukunft ändern. IBAN steht für “International Bank Account Number” und wird Auswirkungen auf den gesamten Zahlungsverkehr in Europa haben. Die IBAN setzt sich aus unterschiedlichen Blöcken zusammen. Sie beginnt mit der Länderkennung, in Deutschland „DE“. Danach folgen zwei Prüfziffern, erst dann beginnt die eigentliche Kontonummer, die neue Bankleitzahl BIC mit elf Stellen gehört ebenfalls zur IBAN. Wer trotzdem nicht auf 22 Ziffern kommt, muss mit Nullen auffüllen, bis der Wert erreicht ist.

Befürchtetes Chaos

Schon jetzt sind diese Angaben für internationale Überweisungen nötig, allerdings besteht das System parallel zu dem von nationalen Überweisungen und Zahlungsverkehr. Ab 2013 soll sich das ändern. Zu diesem Zeitpunkt will die EU nur noch ein System zulassen. Für Deutschland bedeutet das, dass rund 93 Millionen Girokonten betroffen sein werden. Mit weitreichenden Folgen. Sämtlicher Zahlungsverkehr muss umgestellt werden, seien es die Stadtwerke, der Mobilfunk- oder Stromanbieter, Vermieter oder Wasserwerke. Verbraucherschützer äußern sich daher besorgt und befürchten, dass es zu einem Chaos kommen wird. Frank-Christian Pauli vom Bundesverband der Verbraucherzentralen nimmt an, dass viele Verbraucher mit den vielen neuen Zahlen überfordert sind und vermutet ein hohes Fehleraufkommen. Zahlendreher, so nimmt Pauli an, werden für eine Menge Fehler im Zahlungsverkehr sorgen. Die Gefahr, dass das Geld zunächst einmal beim falschen Empfänger landet, wird sich in vielen Fällen bewahrheiten.

Autor: Ralf Schmidl
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