Die Deutschen sparen weiter

Bildquelle: jan-baumgartner.de

Allen positiven Konjunkturprognosen zu Trotz sind die Deutschen offenbar nicht in der richtigen Laune, ihr Geld unter die Leute zu bringen. Sie sparen ihr Geld lieber und legen es sich auf die hohe Kante. Den Einzelhandel wird das nicht sehr freuen, doch die Vorsicht der Deutschen ist in Anbetracht der Entwicklungen auf den Finanzmärkten und auf dem Arbeitsmarkt durchaus nachvollziehbar.

Hohe Sparquoten

Eine Studie der Volks- und Raiffeisenbanken kam zu dem Ergebnis, dass die Sparquote der Deutschen im Krisenjahr 2009 bei 11,3 Prozent lag und damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein wenig stieg. Die Sparquote ergibt sich aus dem gesamten verfügbaren Einkommen, das einem Haushalt zugrunde liegt. Trotz der Tatsache, dass es in diesem Jahr nicht mehr so düster aussieht, wie im vergangenen, glauben die Experten, dass die Sparquote der Deutschen sich auf 11,5 Prozent erhöhen wird. Zwar verliere das Sparen aufgrund der Konjunkturentwicklung einerseits an Bedeutung. Gleichzeitig sorgen aber die rückläufigen Arbeitslosenzahlen für mehr Spielraum für das Sparen bei den Menschen, die ein Einkommen erzielen.

Viel Geld, das nicht um Umlauf ist

Die Zahlen sprechen für sich. Die Deutschen hatten im Jahr 2009 insgesamt 186,8 Milliarden Euro als Rücklagen angehäuft. Staatliche Zuschüsse und Sparzulagen sind in diese Zahl mit eingerechnet. Zieht man davon 36,7 Milliarden Euro für Sachinvestitionen und 3,2 Milliarden Euro für die Tilgung von Krediten ab, bleiben immer noch 146,9 Milliarden Euro Vermögen übrig. Das sind 21,2 Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. In Banken und Investmentfonds flossen davon lediglich 34 bzw. 20 Prozent. Vertrauen in die Banken sieht ganz offensichtlich anders aus.

Autor: Ralf Schmidl
Bildquelle: jan-baumgartner.de
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