Grüne Banken und schwarze Schafe

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Nicht überall, wo Öko draufsteht, ist auch Öko drin. Dass die BaFin die Alternativbank Noa Bank schließen musste, zeigt, dass ein feines Image nicht gleichbedeutend mit seriösem Geschäftsverhalten ist. Trotzdem kommen alternative Banken bei den Kunden immer besser an.

Was geschieht mit dem eigenen Geld?

Die 30-jährige Projektmanagerin Kathrin M. hat ihre eigenen Konsequenzen aus der Finanzkrise gezogen und ist damit in bester Gesellschaft. Sie hat sich kurzerhand entschieden, ihr Konto bei der Sparkasse zu kündigen und statt dessen zur alternativen GLS Bank zu wechseln. Die Tatsache, dass sie nie wusste, was ihre Sparkasse mit ihrem Geld gemacht hat und die Frage, ob es sinnvoll investiert wird, brachte Frau M. dazu, das Weite zu suchen. Bei der GLS Bank ist sie sicher, dass ihr Erspartes in soziale und ökologische Projekte statt in fragwürdige Anlagen investiert wird.

Ansturm auf die Öko-Banken

Die Kundenwelle, die sich auf alternative Banken zubewegt, ist nach wie vor nahezu ungebremst. Doch wer sich für eine solche Bank entscheidet, tut dies nicht nur aus dem Bauch heraus. Die Kunden nehmen das Institut, das infrage kommt, genaustens unter die Lupe, denn Negativ-Beispiele wie die Noa Bank oder Trittbrettfahrer sind verständlicherweise unbeliebt. Sylke Schröder von der Ethik Bank weiß, dass die Kunden ein gutes Gefühl dafür haben, „was Ernst und was Marketing ist“. Wohl auch deswegen gibt es keinen negativen Gesamteffekt durch die Kritik an schwarzen Schafen. Aggressive Geschäftspolitik erwarten die Kunden von ihrer Öko-Bank natürlich nicht. Dennoch versuchen die Institute, die durchschnittlichen Marktkonditionen nicht zu unterschreiten. Denn bei Geld hört ja bekanntlich die Freundschaft auf.

Autor: Ralf Schmidl
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