Sind Versicherungen die besseren Banken?

Der Leitzins der Europäischen Zentralbank liegt mit 1 Prozent nach wie vor niedrig. Banken tun sich schwer, ihren Kunden bessere Angebote zu machen. Versicherer sehen hier ihre Chance.

Nicht alle Banken aber tun es der EZB gleich. Um die Attraktivität für Neukunden zu erhöhen, drehen einige Banken an ihrer Zinsschraube. Die Auswirkungen zeigen sich sowohl beim Tages- als auch beim Festgeld. So hat beispielsweise die Comdirect Bank den Zinssatz für Tagesgeldeinlagen von 1,75 Prozent um 0,35 Prozentpunkte auf 2,1 Prozent erhöht. Zwischen 2 und 2,1 Prozent liegen auch die Tagesgeldangebote der CosmosDirect, der ING-DiBa und der Bank of Scotland. Letztere hat auch beim Festgeld die Konditionen aus Kundensicht verbessert. Sie zahlt für zweijährige Anlagen 2,1 Prozent und bei dreijährigen Verträgen sogar 3,5 Prozent.

3 Prozent für 12 Monate

Dass unter diesen Bedingungen die Geldanlage auch für andere zu einer lukrativen Einnahmequelle werden kann, haben vor allem die Versicherer schon erkannt. So bietet beispielsweise die Ergo Direktversicherung für eine Festgeldanlage von mindestens 2.500 und höchstens 250.000 Euro und einer Anlagedauer von sechs Monaten 2,5 Prozent Zinsen. Wer sein Geld für ein Jahr, also 12 Monate anlegt, dem garantiert der Versicherer in dem Angebot namens Maxi-Zins sogar 3 Prozent Zinsen.

Eine Bank ist die Versicherung nicht

Zu beachten ist hierbei jedoch, dass Versicherungen keine Banken sind und einige Versicherer die Zinsbedingungen an den Erfolg des Unternehmens knüpfen, was ein zusätzliches Risiko birgt. Zudem sind einige dieser Angebote als Abonnement gestaltet, das sich bei nicht fristgerechter Kündigung verlängert, ohne dabei die günstigen Konditionen zu garantieren.

Autor: admin
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